Verwandte Webseiten
Andere Seiten mit freien Notenausgaben
Wer hier nichts für seinen Bedarf findet, der wird vielleicht auf den folgenden Seiten fündig:
- The Mutopia Project
- Sammlung unter der Creative Commons Lizenz herausgegebener Notenausgaben, darunter auch hochwertige Gitarrenmusik. Die Seite akzeptiert nur Beiträge im Lilypond-Format.
- tomasluisdevictoria.org
- Großartige Vokalmusik, die Nancho Alvarez aus den originalen Stimmbüchern des 16. Jh. übertragen hat. Diese Ausgaben dürfen kostenlos für Aufführungen verwendet werden. Zusätzlich gibt es dort auch Online-Facsimiles einiger originaler Stimmbücher aus dem 16. Jahrhundert.
- The Choral Public Domain Library
- Umfangreiche Sammlung von Chormusik, an der sich jeder Freiwillige beteiligen kann (ähnlich wie Wikipedia). Allerdings sind nicht alle Noten von dort frei verwendbar, weil die CPDL es den Editoren freistellt, beliebige Lizenzbedingungen (auch "pay per play") zu verwenden. Bei der Nutzung von Noten der CPDL ist also Vorsicht geboten!
- Manfreds Notenpool
- Ausgaben wenig bekannter klassisch-romantischer Musik des 19. Jh., die Manfred Hößl aus z.T. handschriftlichen Ausgaben des 19. Jh. übertragen hat, die er im Archiv seiner Gemeinde gefunden hat.
- Notenausgaben von Johan Tufvesson
- Eine feine Sammlung erlesener Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts. Viele dieser Stücke sind sonst nicht in modernen Ausgaben erhältlich.
- www.laymusic.org
- Laura Conrads Notenausgaben von alter Musik. Die Musik hat sie für Ihre Blockflötenensembles eingerichtet, aber da es sich hauptsächlich um Vokalmusik handelt, ist diese Seite auch für Chöre interessant. Sie bevorzugt Stimmbücher aus didaktischen Gründen.
- Werner Icking Music Archive
- Ein Archiv, das jetzt von Christian Mondrup verwaltet wird. Dort findet sich ein breites Spektrum an Noten, insbesondere im Bereich "alte Musik". Allerdings ist zu beachten, dass sich im WIMA auch urheberrechtlich geschützte Werke befinden. Auch wenn also alle Notenausgaben dort für den persönlichen Gebrauch ausgedruckt werden dürfen, kann es sein, dass eine öffentlichen Aufführung der Musik gebührenpflichtig ist. Im Zweifel sollte deshalb immer der in den Noten angegebene Herausgeber oder Komponist gefragt werden.
- Sarge Gerbode's Lute Page
- Eine umfangreiche Sammlung von Lautenmusik des 16. und 17. Jahrhunderts in französische Tabulatur übertragen. Sarge verwendet ein undokumentiertes proprietäres Dateiformat, aber im Unterordner PDF zu jedem Komponisten findet man auch PDF-Dateien. Dies ist die größte mir bekannte Online-Sammlung historischer Lautentabulaturen. Weitere, kleinere Sammlungen sind Taco Walstras ABC Archive of Early Music (Dateien im abc-Format), Frank Nordbergs New Site of Tablavre (Dateien im abc-Format) und Wayne Cripps Tab Archives (Dateien im tab-Format).
Ausführlichere Listen von Notenarchiven im Internet findet man auf
- www.notenseiten.de - eine Suchmaschine für ausgewählte Noten-Download Seiten
- The Free Sheet Music Guide - sofern man sich von der ziemlich aufdringlichen Werbung auf dieser Seite nicht abstoßen lässt, kann man dort ein paar ungewöhnliche und interessante Links finden
Online Faksimiles historischer Quellen
Ein wertvoller Schatz gemeinfreier Musik liegt schlafend in Bibliotheksarchiven. Die folgenden Bibliotheken machen Scans von Teilen ihres Bestands online verfügbar:
- Königliche Bibliothek Dänemarks
- Auf den Seiten dieser Bibliothek findet man viel interessante und ungewöhnliche Musik der klassischen Periode (um 1800). Die älteren Drucke vor 1700 sind leider zumeist unvollständig (fehlende Stimmbücher), aber es gibt dort auch ein paar vollständig erhaltene Drucke.
- Statens Musikbibliotek
- Die staatliche Muskibibliothek Schwedens hat eine Reihe interessanter "rare collections". Auf ihren Webseiten stellt die Bibliothek unter anderem die Autographe von Johan Helmich Roman (1694-1758) bereit, einem exzellenten schwedischen Komponisten des Barock.
Software zum Notensatz
Die Notensatzprogramme, die ich verwende, sind vermutlich nicht jedermanns Geschmack, da sie keine grafische Oberfläche zum Anklicken der Symbole bieten, sondern die Eingabe einer textbasierten Kodierung erfordern. Die Programme variieren in den typografischen Möglichkeiten und damit verbunden natürlich auch in der Komplexität der Eingabekodierung:
- flabc
- Dies ist das am einfachsten zu benutzende Programm, das unter der GPL steht und auf der abc Musiknotation basiert. Es unterstützt allerdings derzeit nur eine Stimme pro System, hat dafür aber umfangreiche Unterstützung für Tabulaturnotation.
- Mup
- Dieses (nicht teure) kommerzielle Programm erlaubt umfangreiche Anpassungen der Ausgabe und mehr als eine Stimme pro System. Der Hauptnachteil ist, dass es taktorientiert arbeitet und deshalb für alte Musik unbrauchbar sein kann.
- Lilypond
- Dieses ebenfalls unter der GPL stehende Programm kann ein sehr schönes Druckbild erzeugen (zumindest wenn man herausfindet wie z.B. Seitenränder eingestellt werden usw.). Allerdings ist es so kompliziert zu benutzen, dass ich es noch nicht geschafft habe, damit brauchbare Noten zu erzeugen. Dies liegt vor allem daran, dass Lilypond keine strukturierte und verständliche Dokumentation hat (m.a.W.: ich durchschaue die Dokumentation nicht). Ich habe mir aber sagen lassen, dass es anderen schon mithilfe der Lilypond-Mailingliste und dort versendeter Beispieldateien gelungen ist, damit Noten zu setzen. Insgesamt ist es ein recht vielversprechendes Softwareprojekt.